Nachhaltiger Radtourismus: Interkommunales Tourismusprojekt „Panorama-Höhenradweg Mosel“ erhält Bundesförderung

Bei Burg Thurant, Alken © Christopher Arnoldi

Nachhaltiger Radtourismus: Interkommunales Tourismusprojekt „Panorama-Höhenradweg Mosel“ erhält Bundesförderung

Der geplante Panorama-Höhenradweg Mosel von Saarburg nach Koblenz erhält Fördermittel im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Das Projekt soll einen nachhaltigen Impuls für die Region Mosel-Saar setzen. Insgesamt stehen 2,8 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Damit wird die intensive Arbeit und Vorbereitung aller Kooperationspartner und Ortsgemeinden belohnt. Mit der Umsetzung des innovativen Verbundprojekts setzt die Region ein starkes Signal für einen zukunftsfähigen Tourismus. Mit dem Panorama-Höhenradweg Mosel entsteht ein touristisches Verbundprojekt, das zwölf Verbandsgemeinden und zwei Städte miteinander verbindet. Auf einer Strecke von rund 335 Kilometern erwartet sportliche Tourenradfahrer und E-Bike-Fahrer ein neues Raderlebnis. Nach der geplanten Eröffnung im Jahr 2030 soll der Radweg mehr Menschen zum Radfahren bewegen und zusätzliche touristische Nachfrage sowie Wertschöpfung in der Region schaffen. Der Bund übernimmt 75 bis 90 Prozent der Kosten für Baumaßnahmen, Beschilderung und ergänzende Infrastrukturanlagen. Die Umsetzung im Rahmen der Förderung beginnt im März 2027, die Laufzeit beträgt 48 Monate. Die Koordination übernimmt die Mosellandtouristik GmbH.

Ausblick auf die Förderperiode 2027 bis 2030
Mit der Bewilligung der Fördermittel beginnt die nächste wichtige Phase des Projekts. In den kommenden Monaten stehen die Konkretisierung der Maßnahmen, die weitere Abstimmung mit den beteiligten Partnern und die schrittweise Umsetzung im Mittelpunkt. Neben einer durchgängig gut befahrbaren und beschilderten Radstrecke sind ergänzende Infrastrukturanlagen geplant. Dazu zählen Solarladestationen für klimafreundliche Lademöglichkeiten, Radservicestationen, Trinkwasserspender sowie Rastplätze mit begrünten Überdachungen.

Leuchtturmprojekt für nachhaltigen Tourismus
Über das besondere Raderlebnis hinaus soll der Panorama-Höhenradweg Mosel vor allem die nachhaltige Mobilität in der Region fördern. Deshalb wurden auch Radabschnitte berücksichtigt, die für den Alltagsverkehr von Bedeutung sind. Zu Beginn werden geeignete Erhebungen durchgeführt, um das Radverkehrsaufkommen zu erfassen und mögliche Veränderungen im Zeitverlauf zu dokumentieren. Darüber hinaus plant die Mosellandtouristik GmbH eine breit angelegte Informationskampagne, die während der Umsetzung des Projekts das Verständnis und die Rücksichtnahme zwischen allen Verkehrsteilnehmern stärken soll.

Die Fakten im Überblick

  • Projektidee: Die Projektidee entstand 2019 gemeinsam mit den Touristikern der Region. Nach dem positiven Ergebnis einer Machbarkeitsanalyse im Jahr 2023 begann die Mosellandtouristik GmbH mit der Konkretisierung der Streckenführung. Im Planungsprozess fanden von Beginn an Abstimmungen mit dem Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e. V. sowie den Kreisverbänden, dem Forst, den oberen und unteren Naturschutzbehörden, dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) und den Verbandsgemeinden und Städten statt.
  • Projektträger: Mosellandtouristik GmbH
  • Projektübersicht: Radweg mit einer durchgängigen Streckenführung auf den Höhenlagen von Saarburg bis Koblenz und einer Länge von rund 335 Kilometern. Das Projekt verbindet die Region Mosel-Saar touristisch miteinander.
  • Kernziel: Schaffung eines neuen, nachhaltigen Moselerlebnisses durch die Einbindung attraktiver Aussichtspunkte auf den Höhen von Mosel und Saar. Gleichzeitig soll die nachhaltige Mobilität in der Region durch attraktive und alltagstaugliche Streckenabschnitte gefördert werden.
  • Fördermittelgeber: Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)
  • Fördersumme: 2,8 Millionen Euro
  • Förderzeitraum: 48 Monate
  • Fördermaßnahmen: Im Rahmen der Förderung werden bauliche Maßnahmen, die Beschilderung (HBR, StVO sowie Gefahren- und Hinweisschilder) und ergänzende Infrastruktur mit 75 Prozent bezuschusst. Für finanzschwache Kommunen beträgt die Förderquote 90 Prozent. Zu den ergänzenden Infrastruktureinrichtungen zählen Solarladestationen, Wasserspender, Radservicestationen, Rastplätze, Zählanlagen und Informationstafeln.


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