Razejunge gehören zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Grünes Dorf, grüne Stadt“

© Dieter Möhring

Razejunge gehören zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Grünes Dorf, grüne Stadt“

Die „Integrierte Umweltberatung“ des Landkreises Mayen-Koblenz richtete den Wettbewerb „Grüne Stadt – Grünes Dorf 2026“ aus. Gesucht wurden vorrangig Privatpersonen, Initiativen und Vereine, die sich für eine naturnahe und nachhaltige Entwicklung im eigenen Wohnort und dessen Umfeld engagieren. Es brummt und summt immer weniger in Gärten und Anlagen. Die Folgen des Klimawandels werden verstärkt, das Artensterben beschleunigt sich. Es ist „höchste Eisenbahn“, tätig zu werden, um vielfältige Lebensräume langfristig für Menschen, Tiere und Pflanzen zu schaffen und zu erhalten.

Gute Chancen im Wettbewerb hatten Projekte, die Straßen, Flächen, Ortsteile oder Dörfer grüner und lebenswerter machen, sowie Initiativen, die sich hauptsächlich für die dauerhafte Förderung der biologischen Vielfalt einsetzen und die Folgen des Klimawandels abmildern. Da sich die Anlage der Lehmer Razejunge in unmittelbarer Nähe des Ortes befindet und von Schulen, Bewohnern und Touristen stark frequentiert wird, war es für den Vereinsvorstand keine Frage, am Wettbewerb „Grünes Dorf, Grüne Stadt 2026“ teilzunehmen. Unter dem Motto „Erholungs- und Erlebnisorte“ beteiligte sich der Verein der Lehmer Razejunge am diesjährigen Wettbewerb. Die Erweiterung der ortsnahen Anlage in der Würzlay stand dabei im Fokus. Die Vereinsmitglieder haben sich vorgenommen, den gut angenommenen Lernort und den Seniorenrastplatz mit Erholungs- und Freizeitwert von Herbst 2026 bis Ende Februar 2027 zu erweitern. Ein angrenzendes, freigestelltes Areal, das ehemals als Wingert genutzt wurde, soll unter anderem mit Esskastanien und Mandelbäumen bepflanzt werden. Die letzten heißen Sommer haben gezeigt, dass sich besonders wärmeliebende und hitzebeständige mediterrane Kräuter und Fruchtbäume für den Anbau eignen. Im später beschatteten Unterbereich der Fruchtbäume können Weinbergblumen und Kräuter im Sommer besser gedeihen. Sie verhindern eine schnelle Bodenaustrocknung in den immer heißer werdenden Sommermonaten und fördern gleichzeitig die Biodiversität. Zudem erhöhen sie das Blütenangebot in den Sommermonaten und helfen unter anderem dabei, die Trachtlücke für Bienen und Hummeln im Juli und August zu reduzieren.

Ergänzend sollen kleine Wassertränken für Insekten angebracht werden. Vorhandene, teilweise überwucherte Trockenmauern werden im Bereich der Mauerkrone und des Mauerfußes freigestellt, damit sich die typische Weinbergsflora in dem besonderen Lebensraum Trockenmauer entwickeln kann. Bei ganzheitlicher Betrachtung werden gleichzeitig Artenvielfalt, Erlebnis- und Erholungswert gefördert und Aspekte des Klimawandels zukunftsweisend berücksichtigt. Der Verein freut sich über die Unterstützung von 1.840 Euro für sein Projekt. Die Arbeiten wurden nach der positiven Mitteilung des Ersten Kreisbeigeordneten Pascal Badziong gleich in Angriff genommen und sollen im kommenden Februar abgeschlossen werden. Gleichzeitig wurde das Projekt der Razejunge von der „Integrierten Umweltberatung“ des Landkreises als Modellprojekt des Wettbewerbs „Grüne Stadt, Grünes Dorf“ ausgewählt. Die Umsetzung wird fotografisch begleitet. Die Aufnahmen sollen für die Öffentlichkeitsarbeit des Wettbewerbs im Jahr 2027 verwendet werden.

Kontakt: www.lehmer-razejunge.de



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