
26 Feb. Lehmener Würzlay fit für den Frühling – Lebensraum für den Apollofalter gestärkt
Die Lehmer Razejunge führen seit Jahren in der vegetationsarmen Zeit Entbuschungs- und Freistellungsmaßnahmen in der Lehmener Würzlay durch und setzen zum Teil Jahrhunderte alte Trockenmauern instand.
Das kommt dem vom Aussterben bedrohten Apollofalter zu Gute, der offene, sonnenbeschienene und mit Felsen und Trockenmauern durchzogene Weinberg-Steillagen als Lebensraum bevorzugt.
Die Lavendelpflanzungen der Razejunge auf den Steillagenterrassen bieten ein bedeutendes Futterangebot in der Flugzeit des Falters, der vor allem violett- und blaublühende Pflanzen bevorzugt. Durch zusätzliches Aussetzen von Apollofalterraupen aus Erhaltungszuchten in den letzten Jahren konnte die Population gestärkt und stabilisiert werden.
Die erfolgsversprechenden Ergebnisse führten u.a. dazu, dass im Rahmen des Apollo-Rettungsprojekts der Stiftung Natur und Umwelt des Landkreises Mayen Koblenz im Januar und Februar dieses Jahres zirka zwei Hektar verbuschte, ehemalige Weinbergflächen in der Würzlay durch die Stiftung freigestellt wurden: Ein Stärkung des Lebensraum des Apollofalters und gleichzeitig eine deutliche Aufwertung des Landschaftsbildes.
Doch nicht nur der Apollofalter profitiert von den durchgeführten Entbuschungsmaßnahmen sondern auch im größeren Umfang schroffe Silikatfelsformationen mit Felsspaltenvegetation. Dieser besondere Lebensraum beherbergt Moose, Flechten und Farne. Auch Karthäusernelke und diverse Fingerkräuter können sich nun besser entfalten. Mauereidechsen sind bereits in den sonnenbeschienenen zahlreich freigestellten Trockenmauern zu beobachten. Kunstvoll errichtet Bruchsteintreppen, die jahrelang unter Brombeerranken und Waldreben verborgen waren, sind ebenso zu bewundern.
Das alles kann der Naturliebhaber vom Würzlaysteig, einem Seitensprung des Moselsteigs, gut beobachten, denn dieser führt unmittelbar an diesen Naturschönheiten oberhalb der Lehmener Würzlay entlang.
Kontakt:
www.lehmer-razejunge.de