
01 Dez. Mosel grenzenlos! Rachel Zirovnik erzählt ihre Geschichte
Eine Region, drei Länder, unzählige Geschichten – willkommen zu unserer monatlichen Kampagne „Mosel grenzenlos“! Im Themenjahr 2025 stellen wir Menschen vor, die die grenzüberschreitende Vielfalt der Moselregion verkörpern und mit ihrer Leidenschaft für die Region Brücken bauen. Im November präsentieren wir Ihnen Rachel Zirovnik aus Frankreich:
Wer bist du? Wo lebst du?
Mein Name ist Rachel Cridel Zirovnik, ich bin 53 Jahre alt und wohne seit 2017 in Mondorff im Departement Moselle in Frankreich.
Was bedeutet „Moselle grenzenlos“ für dich?
Das ist ganz einfach mein Alltag. An einem Tag kann ich zu einem Meeting nach Metz fahren, in Perl in Deutschland einkaufen gehen und abends im Casino von Mondorf-les-Bains eine Show besuchen oder mich in den Thermalbädern entspannen.
Hast du einen Moment erlebt, der die Vielfalt der Moselregion zeigt?
Es ist eher ein Moment, der den Zusammenhalt verdeutlicht: Der Durchgang der olympischen Fackel am 27. Juni 2024 am Dreiländereck Perl-Schengen-Apach, ein großer Moment der Begeisterung und des Zusammenhalts rund um ein internationales Sportereignis, bei dem unsere Region wie die Fackel geleuchtet hat.
Wie trägst du zur Zusammenarbeit und Vielfalt an der Mosel bei?
Bevor ich Vollzeitpolitikerin wurde (2014 Bürgermeisterin und seit 2015 Departement Moselle), war ich Grenzgängerin und habe sogar mehr als fünf Jahre in Luxemburg gelebt, sodass ich als Bürgerin zu diesem Zusammenhalt beigetragen habe! Seit meiner Wahl zur Bürgermeisterin einer Grenzgemeinde haben wir viele gemeinsame Projekte mit Mondorf-les-Bains. Im Departement war ich während der Amtszeit 2015-2021 für die Beziehungen zu Luxemburg zuständig und Mitglied aller grenzüberschreitenden Gremien. Seit 2020 bin ich bei der CCCE für den Tourismus zuständig und beschäftige mich daher natürlich mit grenzüberschreitenden Tourismusprojekten.
All diese Funktionen machen mich zu einer Botschafterin der Region Moselle.
Welche Rolle spielen Natur, Kultur und Gemeinschaft in deinem Leben hier?
Eine große Rolle, da wir das Glück haben, in einer Umgebung zu leben, in der die Natur erhalten ist und somit viele Möglichkeiten für Radtouren, Wanderungen und andere Outdoor-Aktivitäten bietet. Gleichzeitig haben wir die Möglichkeit, in weniger als 30 Minuten beispielsweise nach Luxemburg-Stadt oder Metz zu gelangen, wo das kulturelle Angebot sehr vielfältig und von hoher Qualität ist.
Welchen Wunsch oder welche Vision hast du für die Zukunft der Moselregion?
Dass unsere „kleine Region” noch bekannter und anerkannter wird, als sie es bereits ist, für die Qualität ihrer Naturräume, touristischen und kulturellen Aktivitäten und auch für den enormen Reichtum und die Vielfalt ihrer Einwohner, der Einheimischen und der Menschen, die aus dem Ausland gekommen sind, um zu arbeiten und zur Wirtschaft und zum lokalen Leben beizutragen. Für Deutschland, Luxemburg und Frankreich ist dies ein großer menschlicher Reichtum.
Was möchtest du Menschen mitgeben, die die die Mosel entdecken möchten?
Ma Moselle est belle (Meine Mosel ist schön) – auf Französisch reimt sich das – aber es ist wahr, das ist nicht nur ein Slogan. Unsere Region Mosel ist eine Oase, in der die Natur erhalten bleibt, auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, und gleichzeitig haben wir Zugang zu allen Annehmlichkeiten und Dienstleistungen (Gesundheit, Kultur, Sport, Handel, Mobilität).
Fotos © Rachel Zirovnik