Halbzeit-Rückblick des Medien-Workcamps in Perl

Auf den Spuren von Robert Schuman-durch Luxemburg

Halbzeit-Rückblick des Medien-Workcamps in Perl

Seit einer Woche läuft das internationale Medien-Workcamp „StoryUp! – Voices of Europe“ in Perl. Junge Erwachsene aus Deutschland, Taiwan, der Schweiz, Spanien, Katalonien und Estland setzen sich dort mit den Themen Europa, Demokratie und Medien in der Moselregion auseinander.

Der erste Tag diente dem Ankommen und Kennenlernen. Mit spielerischen Übungen wurde der Teamgeist gestärkt, außerdem sprachen die Teilnehmenden über ihre Erwartungen und die Organisation des Camps. „Schon nach kurzer Zeit war zu spüren, dass wir eine starke Gemeinschaft sind“, berichtet Campleiterin Larissa aus Deutschland.

Ab Montag startete das Programm mit inhaltlicher Tiefe. In Workshops rund um Social Media lernten die Teilnehmenden, wie man Zielgruppen auf digitalen Plattformen erreicht. Bloggerin Bea Linzmeier von DearTrier begleitete die Gruppe von der ersten Idee über die Umsetzung bis hin zur Analyse der Ergebnisse. Ein Besuch im interaktiven Schengen-Museum sowie eine Stadtführung durch Luxemburg City ergänzten das Programm. „Besonders eindrucksvoll war für viele, dass wir buchstäblich über Grenzen hinweg von Deutschland nach Frankreich und Luxemburg gehen konnten – ganz ohne Kontrollen“, so Larissa.

Auch in der Freizeit ist das Programm vielfältig. Die Teilnehmenden im Alter zwischen 18 und 31 Jahren entschieden gemeinsam, was sie unternehmen: Dazu gehörten ein Ausflug zum Mittelalterspektakel in Vianden, der Besuch des Pinots Fest in Schengen, ein Abstecher zum kleinen Eiffelturm in Apach sowie eine Vernissage in Trier. Abends standen gemeinsame Filmabende, Basketballspielen auf dem Schulhof und Kartenspiele aus den Herkunftsländern der Freiwilligen auf dem Plan. „Mein persönliches Highlight ist das Kartenspielen – so lernen wir spielerisch Traditionen aus den verschiedenen Ländern kennen“, erzählt Larissa.

Neben vielen positiven Eindrücken regte das Camp auch zum Nachdenken an. „Ich nehme beeindruckende Erfahrungen mit – etwa die enge Zusammenarbeit der drei Länder oder den kostenlosen öffentlichen Nahverkehr in Luxemburg. Gleichzeitig geben uns aber auch Berichte von Pendlern zu denken, die trotz Schengener Abkommen im Alltag noch mit Grenzkontrollen konfrontiert sind“, fasst die Campleiterin zusammen.

Wer einen Einblick in die Arbeit des Camps erhalten möchte, kann die Eindrücke auf Instagram unter @Faszination_Mosel verfolgen.

Organisiert wird das Camp vom deutschen Zweig von Service Civil International (SCI), einer der ältesten Friedens- und Freiwilligenorganisationen weltweit. Seit 1946 engagiert sich SCI Deutschland für Frieden, soziale Gerechtigkeit und internationalen Austausch durch Freiwilligenarbeit. Partner des Camps ist die Regionalinitiative „Faszination Mosel“. Tatkräftige unterstützt wird die Aktion durch die Gemeinde Perl, die unter anderem die Räumlichkeiten in der Grundschule Dreiländereck in Perl bereitgestellt hat.



Faszination Mosel