
01 Aug. Mosel grenzenlos! Ségolène Charvet erzählt ihre Geschichte
Eine Region, drei Länder, unzählige Geschichten – willkommen zu unserer monatlichen Kampagne „Mosel grenzenlos“! Im Themenjahr 2025 stellen wir Menschen vor, die die grenzüberschreitende Vielfalt der Moselregion verkörpern und mit ihrer Leidenschaft für die Region Brücken bauen. Im August präsentieren wir Ihnen Ségolène Charvet aus Trier:
Wer bist du? Wo lebst du?
Mein Name ist Ségolène Charvet, ich bin 39 Jahre alt, Agraringenieurin und seit zwölf Jahren Geschäftsführerin der Terroir Moselle EWIV. Ich lebe in Trier.
Was bedeutet „Mosel grenzenlos“ für dich?
Die Mosel ist von Natur aus grenzenlos: Sie entspringt in den Vogesen und verbindet drei Länder miteinander. Für mich ist sie eine Lebensader, entlang derer Winzerinnen und Winzer in Frankreich, Luxemburg, im Saarland und in Rheinland-Pfalz mit Leidenschaft und Hingabe großartige Weine erzeugen.
Wie trägst du zur Zusammenarbeit und Vielfalt an der Mosel bei?
Mein Ziel ist es, Brücken zwischen Organisationen und Weinbauregionen zu bauen. Die enge Zusammenarbeit in der Moselregion ist dem Engagement vieler Pioniere zu verdanken. Auch wenn wir unterschiedliche Sprachen sprechen, verbindet uns der Wein. Unser Motto bei Terroir Moselle lautet seit den Anfängen: Allein geht man schneller, gemeinsam kommt man weiter.
Welche Rolle spielen Natur, Kultur und Gemeinschaft in deinem Leben hier?
Natur und Biodiversität kennen keine Grenzen. Deshalb ist es so wichtig, die Menschen entlang der Mosel zusammenzubringen, um Natur- und Kulturlandschaft gemeinsam zu bewahren und weiterzuentwickeln. Auch die Anpassung an den Klimawandel gelingt nur, wenn wir über Grenzen hinweg zusammenarbeiten. Eine starke, grenzüberschreitende Gemeinschaft kann viele Herausforderungen meistern.
Welchen Wunsch oder welche Vision hast du für die Zukunft der Moselregion?
Ich wünsche mir, dass die Weinbauregionen entlang der Mosel noch enger zusammenwachsen. So können die Betriebe besser auf aktuelle Herausforderungen reagieren: schwierige Marktsituationen, Fachkräftemangel, Auswirkungen des Klimawandels und den Verlust der Biodiversität. In der Zusammenarbeit liegt unsere Zukunft.
Was möchtest du Menschen mitgeben, die die Mosel entdecken möchten?
Beginnen Sie in Schengen – dort, wo vor 40 Jahren die großartige Idee eines Europas ohne Grenzen geboren wurde. Ich bin so alt wie das Schengener Abkommen und kann mir ein Leben ohne diese Freiheit nicht vorstellen. Diese Idee ist nicht selbstverständlich, sie muss gepflegt und verteidigt werden. Hier in der Region gilt es, sich dafür einzusetzen, dass „Schengen“ lebendig bleibt.
Die u.a. Fotos entstanden im Rahmen von grenzüberschreitenden Austauschen und Begegnungen entlang der Mosel.