
30 Mai Mosel grenzenlos! Michel Wilwert erzählt seine Geschichte
Eine Region, drei Länder, unzählige Geschichten – willkommen zu unserer monatlichen Kampagne „Mosel grenzenlos“! Im Themenjahr 2025 stellen wir Menschen vor, die die grenzüberschreitende Vielfalt der Moselregion verkörpern und mit ihrer Leidenschaft für die Region Brücken bauen. Im Mai präsentieren wir Ihnen Michel Wilwert aus Luxemburg:
Wer bist du?
Ich bin Michel Wilwert, 42 Jahre alt, Regionalplaner von Haus aus – und beruflich in der beruflichen Weiterbildung unterwegs, mit Fokus auf Klimaadaptation und Resilienz. Ich lebe in Luxemburg und arbeite an Zukunftsthemen, die vor allem eines brauchen: Zusammenarbeit über Grenzen hinweg.
Was bedeutet „Mosel grenzenlos“ für dich?
Ein Versprechen – und eine Einladung. „Grenzenlos“ heißt für mich: Wir hören auf, in Kategorien zu denken. Stattdessen bauen wir Brücken – zwischen Sprachen, Berufen, Lebensstilen und Ideen. Die Mosel ist kein Randgebiet, sondern ein Treffpunkt.
Hast du einen Moment erlebt, der die Vielfalt der Moselregion zeigt?
Definitiv: Eine Weiterbildung mit Teilnehmenden aus drei Ländern, drei Berufsfeldern und ungefähr zehn Dialekten. Anfangs ein bisschen Chaos, am Ende ein gemeinsames Projekt und viele neue Perspektiven. Das war gelebte Vielfalt – nicht als Schlagwort, sondern als Erfahrung. Und ja, das gemeinsame Abendessen mit Riesling hat geholfen.
Wie trägst du zur Zusammenarbeit und Vielfalt an der Mosel bei?
Indem ich Menschen zusammenbringe, die sich sonst nie begegnen würden. Ich entwickle Bildungsformate, die nachhaltig wirken – regional verwurzelt, aber international gedacht. Und ich glaube daran, dass jede Idee besser wird, wenn man sie teilt. Oder wenigstens bei Kaffee diskutiert.
Welche Rolle spielen Natur, Kultur und Gemeinschaft in deinem Leben hier?
Eine große. Natur ist mein Akku, Kultur meine Inspiration, Gemeinschaft mein Motor. Ich finde: Eine Region wie die Mosel lebt von ihren Menschen – und vom Miteinander. Das Beste daran? Hier lässt sich das alles verbinden: Wanderung mit Kulturprogramm, Diskussion am Fluss, Ideen beim Picknick.
Welchen Wunsch oder welche Vision hast du für die Zukunft der Moselregion?
Dass wir mutiger werden. Dass wir noch mehr ausprobieren, Grenzen überschreiten (im positiven Sinn) und zeigen, was gemeinsames Handeln bewirken kann – von Klimaschutz bis Kulturprojekten. Und dass wir jungen Menschen das Gefühl geben: Hier kannst du was bewegen.
Was möchtest du Menschen mitgeben, die die Mosel entdecken möchten?
Kommt mit Neugier – und bleibt mit offenen Augen. Hinter jedem Weinberg, jedem Dorf, jedem Dialekt steckt mehr, als man auf den ersten Blick sieht. Die Mosel ist kein Museum, sondern ein Lebensraum voller Ideen, Umwege und Überraschungen.