Der Apollofalter – Das heimliche Wappentier des Landkreises Mayen-Koblenz

Mosel-Apollofalter © Dieter Möhring

Der Apollofalter – Das heimliche Wappentier des Landkreises Mayen-Koblenz

Der Landkreis Mayen-Koblenz ist bekannt für seine außergewöhnliche Artenvielfalt. Um diese zu schützen, setzen Naturschutz-Experten zahlreiche Maßnahmen um und betreuen spezielle Projektflächen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die kreiseigene Stiftung für Natur und Umwelt, die 2010 ins Leben gerufen wurde.
Seit ihrer Gründung arbeitet ein Team aus erfahrenen Biologen an Projekten wie den „Wacholderheiden“ in der Osteifel, dem „Feuchtgebiet Thürer Wiesen“ und dem „Fetthennen-Bläuling“-Projekt in der Nähe von Hatzenport. Besonders im Fokus steht die Rettung des Mosel-Apollofalters, einer einzigartigen und stark gefährdeten Schmetterlingsart, die europaweit unter strengem Schutz steht.
Das Land Rheinland-Pfalz trägt mit dem Programm „Aktion Grün“ zum Schutz des Mosel-Apollofalters bei. Im November 2024 erhielt die Stiftung für Natur und Umwelt die Förderzusage des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität. Das Artenschutzprojekt, das bis Oktober 2026 läuft, umfasst Flächen in den Landkreisen Mayen-Koblenz und Cochem-Zell.
Der Mosel-Apollofalter, ein prächtiger Schmetterling, ist nicht nur ein Symbol für die Artenvielfalt der Region, sondern auch ein attraktiver Werbeträger für den Tourismus.

Für den Landrat a.D. Dr. Alexander Saftig, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung, war der Schutz dieses Falters eine Herzensangelegenheit. Während seiner 16-jährigen Amtszeit engagierte er sich unermüdlich für den Erhalt des Schmetterings. Bei seiner Verabschiedung nach 16-jähriger Amtszeit am 19.12.2024 in seinem Heimatort Kottenheim bezeichnete er den Apollofalter als „heimliches Wappentier“ des Landkreises.
Dr. Saftig, der auch Ehrenrazejung des Vereins Lehmer Razejunge ist, nahm selbst aktiv immer wieder an Aktionen zum Erhalt des Apollofalters teil. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen die Freistellung von Weinbergbrachen, die Anpflanzung von Nektarpflanzen zur Verbesserung des Futterangebots sowie das Aussetzen von Raupen aus Erhaltungszuchten.
In der Lehmener Würzlay setzen Mitglieder des Vereins Lehmer Razejunge diese Maßnahmen um. Im Spätherbst pflanzten sie vorgezogene Futterpflanzen auf den Kuhren und im Razejunge-Wingert – eine wichtige Nahrungsquelle für die kommende Flugzeit des Falters. Zusätzlich begannen sie Anfang Dezember mit Entbuschungs- und Freistellungsarbeiten, die bis Ende Februar fortgesetzt werden.
Mit ihrer engagierten Arbeit leisten die Razejunge einen wertvollen Beitrag zum Erhalt des Mosel-Apollofalters und blicken zuversichtlich auf das kommende Jahr.

Kontakt:
Lehmer Razejunge e.V.
www.lehmer-razejunge.de

 



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