#moselhelden Krämer Druck GmbH aus Bernkastel-Kues unterstützt regionale Aufforstungsinitiative

Förster Martin Hermanns , Matthias Krämer und Christian Krämer mit einem der knapp 200 Setzlinge der Versuchsfläche. © Krämer Druck GmbH

#moselhelden Krämer Druck GmbH aus Bernkastel-Kues unterstützt regionale Aufforstungsinitiative

Die Krämer Druck GmbH, Etikettendruckerei für die Wein-, Sekt- und Spirituosenbranche mit Sitz in Bernkastel-Andel, hat im letzten Jahr den „#moselhelden“-Preis der Regionalinitiative Faszination Mosel für ihr Recycling-Projekt gewonnen. In diesem Projekt wird verbrauchtes Trägerband von Etiketten einem Recycling-Prozess zugeführt. Der Preis, der für im vergangenen Jahr für besonders nachhaltige Leuchtturmprojekte in der Region verliehen wurde, war ein bedeutender Erfolg für das Unternehmen.
Das Preisgeld des Wettbewerbs in Höhe von 1.000 EUR hat Krämer Druck verdoppelt und gemeinsam mit dem Revierleiter des örtlichen Forstreviers Bernkastel-Noviand, Martin Hermanns, eine Versuchsfläche mit neuen Baumarten bepflanzt. Diese Arten sind besser an die zukünftigen klimatischen Bedingungen angepasst als die heimischen Bäume. Laut Hermanns können sich zwar einige heimische Baumarten an die veränderten Bedingungen anpassen, aber im aktuellen Waldbestand seien knapp 80 % der Bäume geschädigt. Gründe hierfür sind die durchweg trockenen Sommer und Schädlinge wie der Borkenkäfer, die Arten wie die Fichte stark schwächen. Ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen den immer weiter fortschreitenden Klimawandel ist das Aufforsten mit submediterranen Arten wie der Flaumeiche und der Elsbeere, die besser mit Trockenheit umgehen können.
Trotz der vielen Niederschläge seit Herbst letzten Jahres, kann das Wasserreservoir in den oberen Bodenschichten schnell aufgebraucht sein. Da Hitzewellen in Zukunft immer wahrscheinlicher werden, ist es wichtig, neue Baumarten zu etablieren, die mit den veränderten klimatischen Bedingungen besser zurechtkommen. „Im Gegensatz zu Flachwurzlern wie der Fichte, bei der 85% der Wurzeln nur ca. 15 cm tief in den Boden ragen, kann die Flaumeiche, die wir hier versuchsweise pflanzen, bis zu 2 m tief wurzeln. Das hilft ihr auch über längere Trockenperioden ausreichend mit Wasser versorgt zu sein.“, so Förster Martin Hermanns. „Die Temperatur-Veränderungs-Geschwindigkeit ist schneller als die Anpassungsfähig des Waldes. Wir stehen vor großen Herausforderungen: 80% der Bäume sind derzeit beschädigt. Von den deutschlandweit knapp 11,7 Mio. Hektar Wald müssen wir bis zum Jahr 2050 schätzungsweise 3 Mio. Hektar umbauen.“ Ein Baustein, um den Zukunftswald nachhaltig aufzustellen, ist das Pflanzen neuer Baumarten. Gemeinsam mit der Uni Freiburg und der forstlichen Versuchsanstalt hat Hermanns 2014 hier in der Region damit begonnen, solche Versuchsflächen aufzubauen. „Bevor man damit in die Fläche geht, sollte man wissen, welche Baumarten sich bewehren. Und das kostet Zeit und Geld und daher bin ich dankbar um den Rückenwind, den uns die Firma Krämer Druck mit ihrer Unterstützung gibt.“, so Hermanns weiter.
Die Setzlinge der Flaumeiche und der Elsbeere, die im letzten Herbst auf dem Lieserer Plateau gepflanzt wurden, sind nun knapp 50 cm hoch und müssen die kommenden 5 Jahre regelmäßig frei geschnitten werden, damit sie zu großen Bäumen heranwachsen. Krämer Druck wird dem Forstrevier weiterhin als verlässlicher Partner für solche Versuchsflächen zur Verfügung stehen. Dem familiengeführten Unternehmen ist es wichtig, in der Region vor Ort einen Beitrag zu leisten. „Für uns ist es schön, dass dieses Projekt so nah liegt. Es ist quasi direkt vor der Haustür und man kann sehen, wie sich die Bäume entwickeln“, so Geschäftsführer Christian Krämer.
Nachhaltigkeit liegt der Firma Krämer Druck besonders am Herzen. Das Familienunternehmen setzt auf ressourcen- und klimaschonende Produktion. Beispielsweise wird die Abwärme der Maschinen zur Heizung der Hallen und Gebäude genutzt. Auf den Dächern der Druckhallen befinden sich rund 2300 Quadratmeter Photovoltaikanlagen, die einen Großteil des Strombedarfs decken. Zudem spart das mehrfach ausgezeichnete Papierträgerbandrecyclingprojekt wertvolle Ressourcen. Pro Tonne recyceltem Trägerband kann die Frischfaser von bis zu 13 Bäumen eingespart werden. Jährlich recycelt Krämer Druck gemeinsam mit seinen Kunden ca. 200 Tonnen Trägerband. Zudem ist das Unternehmen FSC- und PEFC-zertifiziert und druckt fast ausschließlich mit Papier aus zertifiziert nachhaltiger Forstwirtschaft.
Krämer Druck ist seit knapp zwei Jahren Mitglied im Verein Fair’n Green, der sich für nachhaltige Praktiken im Weinbau einsetzt und ökologische, ökonomische und soziale Aspekte miteinander verbindet.
„Der Wald ist von unschätzbarem Wert für unsere Umwelt und unsere Lebensqualität. Durch unsere Partnerschaft mit dem Forstrevier möchten wir der Region etwas zurückgeben und aktiv dazu beitragen, die Wälder für zukünftige Generationen zu erhalten. Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Teil unserer Unternehmensphilosophie, sondern eine Herzensangelegenheit.“, so Christian Krämer.
Das Preisgeld war ein gelungener Startschuss für diese Partnerschaft!
Weitere Infos im Video: https://youtu.be/mK13JmLY6C0

Zusätzliches Engagement für die „#moselhelden“-Mitstreiter
Neben dem Umweltprojekt hat Krämer Druck GmbH auch die „#moselhelden“-Teilnehmer des Vorjahres, die Initiative „Gimme Muur“, unterstützt. Für deren „Möhrbrennerkirmes“-Projekt spendete die Firma Krämer Druck GmbH Etiketten für den „Möhrbrennerwein“, der erstmals im Rahmen der Wittlicher Säubrennerkirmes 2024 präsentiert wurde.

Fotos © Krämer Druck GmbH:
v.l.n.r.: Setzlinge der Flaumeiche vor einem sich auflösenden Fichtenbestand / In der Luftbildaufnahme sieht man rechts den sich auflösenden Fichtenbestand, links die Versuchsfläche / Etiketten für den Möhrbrennerwein zur Wittlicher Säubrennerkirmes

Kontakt
Krämer Druck GmbH
Kordelweg 9, 54470 Bernkastel-Kues
06531 96 12-0
info@kraemer-druck.de
www.kraemer-druck.de



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