
29 Juli „Plattschwätzer“ besuchten am 5. Juli 2024 den Ulmener Maarstollen
In einer abgelegenen Ecke der Eifel, auf einer Höhe von 428 Metern über dem Meeresspiegel, liegt der Ulmener Jungferweiher. Ursprünglich im Jahr 1942 zur Sicherung der Trinkwasserversorgung des Landkreises Cochem-Zell gestaut, erstreckt sich der Weiher heute über rund 170.000 Quadratmeter und hat eine Tiefe von 0,8 Metern. Gemeinsam mit dem benachbarten Ulmener Maar steht er unter Naturschutz, nicht zuletzt wegen seiner seltenen Flora und Fauna.
Die Ufer des Jungferweihers sind Heimat für bedrohte Arten wie die Bekassine und den Wiesenpieper, während Fischadler bei der Jagd gesichtet wurden. Zugvögel wie der Kranich, die Krickente und der Raubwürger machen regelmäßig Rast in den umliegenden Wiesen.
Seit 2023 verbindet der Ulmener Maar-Stollen unterirdisch den Jungferweiher mit dem Ulmener Maar. Dieser uralte Stollen, eine 126 Meter lange und 2 bis 6 Meter hohe Höhle, ermöglicht es Besuchern, Jahrtausende der Erdgeschichte hautnah zu erleben. Mit Sedimentschichten, die von der vulkanischen Vergangenheit der Region zeugen, und glitzernden Gesteinsresten aus dem Laacher See, ist der Stollen eine geologische Kostbarkeit.
Thomas Kerpen führte die Teilnehmer durch den Stollen und erläuterte die Wasserversorgung des Kreises Cochem. Die historische Elektrizitätsversorgung ermöglichte es, Wasser in höhergelegene Gebiete zu pumpen und das Gruppenwasserwerk der Bürgermeisterei Lutzerath aufzubauen. Ein besonderer Höhepunkt der Führung war der Besuch des alten Pumpwerks im Pumpenhaus am Maar, das heute nicht mehr in Betrieb ist.
Die Exkursion endete auf dem Campingplatz mit einer Tasse Kaffee, wo die Teilnehmer den informativen Nachmittag Revue passieren ließen. Für die Plattschwätzer war es eine faszinierende Reise durch Jahrzehnte, Jahrhunderte und Jahrtausende der Geschichte und Geologie der Eifel.