Am 7. August im Eventum Wittlich: Dirk Kaftan dirigiert das Bundesjugendorchester

Dirk Kaftan dirigiert das Bundesjugendorchester am 7. August im „Eventum“ Wittlich © Irène Zandel

Am 7. August im Eventum Wittlich: Dirk Kaftan dirigiert das Bundesjugendorchester

Er wuchs in Wittlich, der Eifel und Kanada auf – ging von dort ans Theater Trier, nach Graz und Augsburg. Heute ist Dirk Kaftan Generalmusikdirektor der Oper und des Beethoven Orchesters in Bonn. Beim Konzert des Mosel Musikfestivals am 7. August 2025 im Wittlicher „Eventum“ dirigiert er die jüngste musikalische Elite des Landes: das Bundesjugendorchester. Mit auf dem Programm: Gustav Mahlers 4. Symphonie, eines seiner heitersten und zugänglichsten Werke.

„Ich bin auf dem Land groß geworden und habe in allen Institutionen musiziert, die es dort gab – vom Musikverein bis zur Jazzband und selbstverständlich bei Josef Ehses in der Kreismusikschule. Das sind Initialzündungen gewesen, die meinen Weg zum Dirigenten und zum Generalmusikdirektor erst ermöglicht haben“, schaute Dirk Kaftan einmal im Interview mit dem Volksfreund zurück. 1971 in Marburg geboren, aufgewachsen zwischen Mosel und Eifel – bis die Familie nach Kanada ging. Schon früh hatte er die Trompete und das Klavier für sich entdeckt. Zurück in Trier, wurde er mit 18 Jahren Korrepetitor am dortigen Theater, später auch an der Bühne in Bielefeld während seines Tonmeister-Studiums in Detmold. Nach verschiedenen Zwischenstationen wurde Dirk Kaftan an der Oper Graz zunächst als Erster Kapellmeister engagiert und kehrte, nach fünf Jahren als Generalmusikdirektor in Augsburg, als Chefdirigent zurück in die steirische Landeshauptstadt. Im Jahr 2017 wurde er zum Generalmusikdirektor der Stadt Bonn sowie des Beethoven Orchesters berufen – und gilt längst als einer der spannendsten deutschen Dirigenten seiner Generation.

Außergewöhnliche Programmgestaltung, Uraufführungen, beachtliche Opernproduktionen und ein Denken über den Tellerrand hinaus zeichnen das Profil des Musikers. Und dabei ist er sowohl im Kernrepertoire als auch in ungewöhnlichen Formaten ein gern gesehener Gast an bedeutenden Häusern im In- und Ausland: Zuletzt bei den Wiener Symphonikern, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden, dem KBS Symphony Orchestra Seoul, dem Royal Danish Orchester, den PKF Prager Philharmonikern, der NDR Radiophilharmonie, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und dem Ensemble Modern, sowie an den Opernhäusern in Kopenhagen, Hamburg und Berlin.

Die Menschen in der Region und die Arbeit mit und an der Musik stehen für ihn im Mittelpunkt, künstlerische Exzellenz und Nahbarkeit schließen sich nicht aus. Ob im Dialog mit den unterschiedlichsten Interessengruppen der Stadtgesellschaft oder im Konzert mit Solisten von Weltrang: Dirk Kaftan sucht stets das Verbindende, das Machbare. Das führt zu einem Spagat zwischen großer Bühne und Kammer, zwischen Avant-Garde und Schlager, zwischen Repertoire-Pflege und Entdeckerlust – und ist für ihn zugleich Garant für stete Neugier, mitreißende Energie und die Freude an gemeinsamen musikalischen Abenteuern.

Als Auszeichnungen für seine Arbeit in Bonn hat Dirk Kaftan unter anderem 2020 den „OPUS Klassik“ für die CD-Aufnahme von Ludwig van Beethovens „Egmont“ erhalten und wurde 2021 gemeinsam mit dem Beethoven Orchester Bonn mit dem Europäischen Kulturpreis ausgezeichnet. In der Saison 2024/2025 folgten Einladungen nach Haifa (Israel), zur Norddeutschen Philharmonie Rostock, den Bamberger Symphonikern, dem Badischem Staatstheater Karlsruhe als auch zur Philharmonie Zuidnederland (inkl. einem Konzert im Concertgebouw). Kaftan leitet zudem die Produktion von Herbert Grönemeyers „Pferd frisst Hut“ an der Komischen Oper Berlin.

Im Rahmen seiner Zusammenarbeit mit dem Bundesjugendorchester dirigiert er die jüngste musikalische Elite des Landes, so auch beim Konzert des Mosel Musikfestivals am 7. August 2025 im „Eventum“ Wittlich. Auf dem Programm steht unter anderem Gustav Mahlers 4. Symphonie, eines seiner heitersten und zugänglichsten Werke. Die gefeierte Mezzosopranistin Rachel Frenkel, die auf den bedeutenden Opernbühnen und Konzertpodien der Welt zu hören ist, interpretiert das Solo des „Wunderhorn“-Lieds, im finalen vierten Satz.

Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Eintrittskarten zu 15, 25 und 35 € (inkl. VVK) können über das Festivalbüro (Telefon 06531-500095 und per Mail an info@moselmusikfestival.de) sowie online über Ticket Regional bestellt werden.



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