Mosel Musikfestival: Club- und Klassikkonzerte zum Finale

Jazzrausch © Sebastian Reiter

Mosel Musikfestival: Club- und Klassikkonzerte zum Finale

Als Schlussakkorde des diesjährigen Festivalsommers sind am 2. und 3. Oktober 2025 die „Jazzrausch Bigband“ sowie das Philharmonische Orchester und Chöre der DOMmusik zu erleben. Mit diesen Konzerten in der Trierer Pauluskirche und der Konstantin Basilika unterstreicht das Mosel Musikfestival noch einmal, wie vielfältig sein Programm heute ist.

Die Jazzrausch Bigband begeistert seit zehn Jahren mit einer einzigartigen Mischung aus Jazz, elektronischer Musik und beinahe orchestralen Klängen. Mit über 120 Konzerten pro Jahr zählen die Münchner zu den erfolgreichsten Formationen ihrer Art weltweit. Sie füllen renommierte Konzertsäle ebenso wie Clubs – und lassen Menschen von Nairobi bis New York tanzen.

Die Musiker haben sich bei ihrem neuesten Projekt den ganz besonderen (akustischen) Herausforderungen eines Kirchenraumes angenommen. Nach ihrem spektakulären Auftritt beim Mosel Musikfestival 2022 im ehemaligen Bahnausbesserungswerk in Trier-West, kreiert die Band nun für die Pauluskirche mit „For heaven’s sake“ ein Klangkonzept, das alle Sinne fordert.

Ein hybrides Beschallungssystem mit drahtlosen Kopfhörern ermöglicht es den Zuhörenden, sich frei im Raum zu bewegen und die Musik auf individuelle Weise zu erleben – mal unmittelbar, mal aus der Distanz, mal akustisch, mal verstärkt. So verwandelt die Jazzrausch Bigband die Pauluskirche in einen pulsierenden Klangraum, bei dem die klassische Bühnensituation gänzlich aufgelöst wird. Die Musiker sind über den gesamten Kirchenraum verteilt, das Publikum wird Teil der Performance. Ein Konzert, das Clubkultur und Raumarchitektur zu einem einzigartigen Erlebnis verbindet!

Das Club-Konzert am 2. Oktober 2025 in der Trierer Pauluskirche beginnt um 21 Uhr. Karten zu 29 € inkl. VVK gibt es über die Website www.moselmusikfestival.de, per Mail an karten@moselmusikfestival.de und über die Telefonnummer 06531/500095.

Der Klassik-Schlussakkord des diesjährigen Mosel Musikfestivals steht ganz im Zeichen der Lobpreisungen Gottes und der Schöpfung. Anton Bruckners „Te Deum“ zählt zu den bedeutendsten geistlichen Werken des Komponisten, das er selbst als den „Stolz seines Lebens“ bezeichnete. Hermann Suters „Le Laudi“ wird in Trier seine Erstaufführung feiern – eine klanggewaltige Vertonung des Sonnengesangs von Franz von Assisi. Beide Werke vereint die leidenschaftliche Hingabe an Musik und Spiritualität. Sie werden von namhaften Solist:innen, den Trierer Sängerknaben sowie dem Bachchor Trier und dem Philharmonischen Orchester der Stadt Trier unter der musikalischen Leitung von Martin Bambauer aufgeführt.

Bruckners „Te Deum“ ist ein musikalisches Monument des Glaubens. Besonders prägend für diese enge Verbindung von Glauben und Musik in seinem Schaffen war ohne Frage seine Zeit als Sängerknabe im oberösterreichischen Augustiner-Chorherrenstift St. Florian. Der österreichische Komponist fand in diesem Werk eine direkte Verbindung zu seiner spirituellen Überzeugung.

Der 1870 in Kaiserstuhl im Aargau geborene Hermann Suter gilt als einer der bedeutendsten Schweizer Komponisten. In seiner 1924 uraufgeführten Kantate „Le Laudi“ schuf er eine farbenreiche klangliche Welt voller Naturbilder. Inspiriert vom Sonnengesang des Franz von Assisi, malt Suter in neun Sätzen ein musikalisches Panorama der Schöpfung. Sein „Le Laudi“ wurde nach der Uraufführung 1924 in Basel begeistert aufgenommen und trat hiernach einen Siegeszug durch Europa an. Heute gilt es als eine der bedeutendsten geistlichen Kompositionen der Schweiz und eindrucksvolle Hommage an die Schönheit der Schöpfung – ein Werk voller spiritueller Kraft, musikalischer Größe und klanglicher Poesie.

Das Konzert am 3. Oktober 2025 in der Trierer Konstantin Basilika beginnt um 17 Uhr. Karten zu 25/35/45 € inkl. VVK gibt es über die Website www.moselmusikfestival.de, per Mail an karten@moselmusikfestival.de und über die Telefonnummer 06531/500095.

Konstantin-Basilika © Artur Feller



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