
01 Juli „Disco“, Bach & Händel: Mit Konzerten am 5. und 6. Juli in Trier startet das Mosel Musikfestival in die Sommer-Saison
House und Techno am Samstag, sonntags Bach und Händel: Schon zum Festivalstart am ersten Juli-Wochenende gibt es zwei Konzerte, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Gemeinsam haben sie den Aufführungsort, die Pauluskirche in Trier. Der profanierte Sakralbau steht im Fokus der Konzertreihe, die das Mosel Musikfestival im 40. Jubiläumsjahr für Trier vorbereitet hat – ebenso wie eine Reihe mit international erfolgreichen Künstlern aus der Mosel-Region.
Das „Orchester im Treppenhaus“ untersucht mit spielerischem Forschungstrieb die Grenzen des Live-Konzerts, öffnet dabei Türen zu neuen Hörerlebnissen, überraschenden Inhalten und intimen Momenten. Beim „Dark Room“-Konzert zum Auftakt der letztjährigen Festival-Saison wurde das Publikum mit verbundenen Augen in den Saal geleitet, um eine Expedition zum Südpol zu erleben. Konzert als Erlebnis, klassische Musik als Performance – dafür steht auch das neue Programm „Disco“, das am 5. Juli 2025, 21 Uhr die Sommer-Saison des Mosel Musikfestivals in Trier eröffnet. Dann wird die frühere Trierer Pauluskirche – sie ist in diesem Sommer ein Schwerpunkt der Aufführungen in Trier – zum Club. Statt Stuhlreihen gibt es einen Dancefloor, keine gediegene Ambiente-Beleuchtung, sondern Disco-Kugeln. Akustische Orchesterinstrumente – von der Trompete über die Geige bis zur Percussion – sorgen für vibrierende Beats und eingängige Sounds. Aber ganz ohne DJ-Pult. Denn alles wird live auf die Bühne gebracht, nichts ist elektronisch oder kommt vom Band. Für das Orchester eigens geschriebene Tracks versprechen eine tanzbare Fusion aus Disco & House, dazu gibt’s coole Techno-Beats – und eine mitreißende Antwort auf die Frage: Was kann klassische Musik heute?
Weitere Informationen und Karten: https://www.moselmusikfestival.de/konzert/orchester-im-treppenhaus

Coro Canto mit Dirigent Frank Mehlfeld © Sascha Herold
Beim zweiten und „klassischen“ Eröffnungskonzert der 40. Festival-Saison am Sonntag, 6. Juli 2025, 17 Uhr in der Pauluskirche in Trier stehen mit Marion Eckstein, Thilo Dahlmann und Frank Mehlfeld Musiker auf dem Podium, die ihre Wurzeln an der Mosel haben. „Damit spiegelt dieses Konzert mit seinem hochbarocken Programm aufs Schönste ein besonderes Anliegen unser diesjährigen Künstlerauswahl wider: Diese Region bringt auf vielfältigste Weise Menschen hervor, die Kultur leben und prägen“, so Intendant Tobias Scharfenberger
Für den Dirigenten Frank Mehlfeld, der seit 2008 als Musikdirektor an der Stadtkirche St. Johann in Rapperswil am Zürichsee wirkt, ist Musik die beständige Suche nach dem perfekten Klang – nach jenem Moment, in dem Musik, Ausführende und Publikum miteinander verschmelzen. Mit dem Coro Canto gründete er eines der renommiertesten Vokalensembles der Region rund um den Zürichsee und setzt auf tiefgehendes Musikverständnis und musikalische Exzellenz. Die Sänger treten dabei nicht nur im Chor, sondern auch solistisch in Erscheinung und sorgen für eine außergewöhnliche Intensität.
Altistin Marion Eckstein, aufgewachsen in Bernkastel-Kues, ist eine gefragte Konzertsängerin, die auf den großen Bühnen Europas mit renommierten Dirigenten musiziert. Seit 2019 gibt sie ihre Erfahrung als Professorin für Gesang an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart weiter. Bassbariton Thilo Dahlmann, in Zell an der Mosel geboren, studierte zunächst Jura, Geschichte, Politikwissenschaften, Romanistik und Musikwissenschaften, bevor er seiner eigentlichen Berufung als Sänger folgte. Seine Vielseitigkeit reicht von barocker Vokalmusik bis hin zu zeitgenössischen Uraufführungen, wobei sein Schwerpunkt auf Bach, Händel und den großen romantischen Oratorienpartien liegt. Auch er gibt seine Expertise als Professor für Gesang an der Musikhochschule Stuttgart an junge Talente weiter.
Eröffnet wird der Abend mit dem „Gloria“ aus Johann Sebastian Bachs berühmter h-Moll-Messe, die als eine der bedeutendsten geistlichen Kompositionen überhaupt gilt. Das „Dixit Dominus“ schuf der junge Georg Friedrich Händel während seines Italienaufenthalts. Inspiriert von der Leidenschaft der römischen Oper übertrug er deren Ausdruckskraft in den sakralen Raum. Johann Sebastian Bachs „Magnificat“ beschließt dieses Klangfest der Barockmusik am Sonntag. Ursprünglich für das Weihnachtsfest 1723 komponiert, überarbeitete Bach das Werk später zu seiner bekannten Fassung in D-Dur, die harmonisch noch präziser und farbenreicher gestaltet ist.
Weitere Informationen und Karten: https://www.moselmusikfestival.de/konzert/eroeffnungskonzert-mit-werken-von-bach-haendel