Mosel grenzenlos! Lia Backendorf erzählt ihre Geschichte

© Lia Backendorf

Mosel grenzenlos! Lia Backendorf erzählt ihre Geschichte

Eine Region, drei Länder, unzählige Geschichten – willkommen zu unserer monatlichen Kampagne „Mosel grenzenlos“! Im Themenjahr 2025 stellen wir Menschen vor, die die grenzüberschreitende Vielfalt der Moselregion verkörpern und mit ihrer Leidenschaft für die Region Brücken bauen. Den Anfang macht Lia Backendorf, Weintourismuskoordinatorin und Winzerin aus dem Dreiländereck.

Wer bist du?
Ich bin Lia Backendorf, 35 Jahre alt, Weintourismuskoordinatorin bei Via mosel‘ und Winzerin aus Wincheringen auf der deutschen Seite des Schengener Dreiländerecks. Mein Zuhause liegt nur eine Brückenlänge von Luxemburg entfernt.

Was bedeutet „Mosel grenzenlos“ für dich?
Grenzenlos bedeutet für mich das ganz normale Leben hier: der Stau Richtung Luxemburg zur Rushhour, die gemeinsame Aperozeit, der Nikolaus, die Weinfeste – und natürlich die Liebe zu Sekt und Crémant. Hier verschwimmen die Grenzen nicht nur geografisch, sondern auch kulturell.“

Kannst du einen Moment beschreiben, der die Vielfalt der Moselregion zeigt?
Auf einem Weinevent im weitläufigen Freiländereck Wein auszuschenken, ist immer ein Abenteuer. Man weiß nie, welche oder wie viele Sprachen man an einem einzigen Tag sprechen wird. Diese sprachliche und kulturelle Vielfalt ist für mich typisch Mosel.

Wie trägst du zur Zusammenarbeit und Vielfalt an der Mosel bei?
Als Koordinatorin des Weintourismusprogramms Via mosel‘ schlage ich kulturelle Brücken zwischen Frankreich, Luxemburg und Deutschland. Gemeinsam mit Winzern und Kommunen teilen wir die Begeisterung für die Mosel weit über die Region hinaus. Als Winzerin tausche ich mich regelmäßig mit Kollegen entlang der Mosel aus und organisiere gemeinsame Events, um das Zusammengehörigkeitsgefühl weiter zu stärken.

Welche Rolle spielen Natur, Kultur und Gemeinschaft in deinem Leben?
Die Natur beeinflusst seit jeher den Weinbau und prägt die einzigartige Beschaffenheit des Moseltals. Diese enge Verbindung ist die Basis unserer heutigen Mosel(bau)kultur. Die Gemeinschaft hier macht es erst möglich, all das zu bewahren und weiterzuentwickeln.

Hast du einen Wunsch oder eine Vision für die Zukunft der Moselregion?
Ich wünsche mir, dass die Mosel als Wiege Europas so vielfältig und anziehend bleibt wie sie ist – für Einheimische genauso wie für Besucher.

Was möchtest du Menschen mitgeben, die die Mosel entdecken möchten?
Take your time! Es gibt so viel zu sehen, zu genießen und mit den Einheimischen zu bereden. Und noch ein Tipp: Das Herz eines Moselaners, egal auf welcher Seite der Mosel, erobert man mit einem guten Glas Wein.

Die Fotos (© Via Mosel`/ Christopher Arnoldi) zeigen das Denkmal von Robert Schuman (1886 – 19639), ehemaliger französischer Ministerpräsident und Präsident des Europäischen Parlaments, der als einer der Gründervater der Europäischen Union gilt, die Orte Ahn (Luxemburg), Contz-les-Bains (Frankreich), Remerschen (Luxemburg) und Toul (Frankreich).



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