Zehnmal Gold für Innungsbäcker

Zehnmal Gold für Innungsbäcker

Brotprüfung bei der Bäcker-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück-Region

Zehn Innungsbäcker legten Ende August in Bitburg insgesamt fast 100 Brote und Brötchen zur Beurteilung durch den unabhängigen Sachverständigen Maik Wegner vom Deutschen Brotinstitut aus Berlin vor. Die Brotprüfung konnte dieses Jahr auch wieder unter den Augen der Öffentlichkeit stattfinden. Der geräumige Austragungsort der Prüfung, die Volksbank Eifel eG in Bitburg, bot dafür den passenden Rahmen.

Die Brotprüfung, der sich die regionalen Innungsbäcker unterziehen, ist eine freiwillige Selbstkontrolle und wird seit über 60 Jahren vom Deutschen Brotinstitut e. V. durchgeführt. Lokal organisiert wurde sie von der Bäcker-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück-Region. Gleich zehnmal Gold konnte der Brotprüfer bei der sensorischen Prüfung der Backwaren bescheinigen. Für eine Goldauszeichnung muss das jeweilige Produkt drei Jahre in Folge ein „Sehr gut“ erhalten. Man setzt also bei der Auszeichnung auf langfristige Qualität, die nach wissenschaftlich anerkannten Kriterien bewertet wird. Dabei umfasst die Bewertung weit mehr als nur Geruch, Geschmack und Aussehen. Der Sachverständige prüft ebenso die Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung und Krumenbild sowie Struktur und Elastizität. Wichtige Eigenschaften, welche die erstklassige Qualität der Innungsbäcker vom Standard abheben. „Das Ziel des Qualitätstests ist es, Bäckereien dabei zu helfen, ihre Brote, Brötchen oder auch Stollen stetig zu verbessern“, erzählt Raimund Licht, Obermeister der Bäcker-Innung.

Gleich sieben Mal Gold konnte die Brauneberger Bäckerei Karsten Fleury für sich beanspruchen. Seine sechs Brote mit den Namen Marokkanisches Baguette, Wurzelbaguette, Wurzelbrot, Moselkruste und Teufelskruste glänzten im dritten Jahr in Folge mit einer „Sehr gut“ Bewertung durch den Sachverständigen Wegner. Ebenso Fleurys Dinkelvollkornbrötchen. Drei Mal Gold ging an die Alftalbäckerei Gaulke aus Kinderbeuern für die drei Brötchensorten Kornknacker, Knüppel und Kürbisbrötchen.

„Wir wollen als Teilnehmer der Brotprüfung ein ehrliches Feedback vom Brotprüfer. Es ist wichtig zu erfahren, wie er als Profi unsere Backwaren beurteilt, die wir täglich unseren Kunden anbieten. Daher nehmen wir auch ganz bewusst die Brote und Brötchen aus der laufenden Produktion und backen nicht für die Brotprüfung separat“, betont Fleury. Ihm ist neben dem persönlichen Austausch mit dem Brotprüfer und den Verbrauchern auch das Gespräch mit den Innungskollegen sehr wichtig. „Das macht richtig Spaß untereinander. Wir sind als Innung sehr gut zusammengewachsen.“ Einfach mal machen und dann aus den Ergebnissen Erkenntnisse gewinnen für die Zukunft, das ist seine Devise.

Obermeister der Innung, Raimund Licht: „An der Brotprüfung dürfen nur Innungsbäcker teilnehmen. Verbraucher sollten somit beim Einkauf auf das Innungszeichen mit den zwei Löwen, die gemeinsam eine Brezel halten, bei ihrem Bäcker achten.“

Verbraucher können sich auf der Website www.brotinstitut.de durch Eingabe des Wohnortes über die Brotqualität der umliegenden Bäcker informieren. Auch als App verfügbar.

Foto (c) Bäcker-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück-Region



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